Fachgerechte Restaurierung für Museen, Institutionen und private Sammlungen – individuell, präzise und nachhaltig.
Projekte & Referenzen
Ein Auszug meiner bisherigen Restaurierungs- und Konservierungsprojekte –
als Einblick in meine fachliche Expertise, methodische Vorgehensweise und dokumentierte Praxis.
Zertifiziert, fachgerecht und mit größter Sorgfalt.
2025
Drei Ahnenporträts:
Konservierung, Retusche und Rahmensicherung
Auftraggeber: Privatperson, 2025
Umfang: Konservierung und Restaurierung dreier Ahnenporträts auf Leinwand und Holztafel
Herausforderung: Unterschiedliche Trägermaterialien (Leinwand auf Faserplatte und dünne Eichenholztafel) sowie Schäden an Rahmen mit Stuckelementen erforderten ein differenziertes, materialgerechtes Vorgehen.



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Beide Biedermeiergemälde: Öl auf Leinwand (weiße Grundierung), flächig auf Faserplatte geklebt, flächiger Abschlussfirnis, mit Stuckelementen verzierter und vergoldeter Rahmen (Künstler L. Wagner 1832)
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Holztafelgemälde: Öl auf 5 mm Eichenholztafel, ohne Grundierung, studienhaft ausgeführte Malerei, flächiger Firnisabschluss, schlichter vergoldeter Zierrahmen (18. Jh., Künstler unbekannt)
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Verschmutzte Oberflächen bei allen drei Gemälden
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Lockerungen und kleine Fehlstellen in der Malschicht
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Mikrorisse im Firnis, partielle Trübung
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Beschädigte Stuckelemente an den Rahmen der Biedermeiergemälde
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Teilweise lockere Nägel in der Rahmung
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Unterschiedliche Trägermaterialien erforderten angepasste Restaurierungsmaßnahmen
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Wässrige Reinigung der Oberflächen
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Festigung gelockerter Malschichten
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Kittung von Fehlstellen
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Retusche mit Harzölfarben
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Punktuell aufgebrachter Firnis zur deutlichen Reduktion von Trübungen durch Mikrorissen
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Ausgleich von Glanzunregelmäßigkeiten (trockene Politur / partielles Aufreiben von Firnis)
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Verleimung der Rahmenecken und Ergänzung fehlender Stuckelemente
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Optimierung von Einrahmung und Aufhängung
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Fachgerechte Sicherung der Malschichten und Rahmen
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Retusche und Firnisbehandlung zur langfristigen Bewahrung der Bildwirkung
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Rahmen und Stuckelemente stabilisiert und ergänzt

































Deckengemälde "Flora"
im Schloss Nymphenburg
Auftraggeber: Verwaltung der bayerischen Schlösser, Gärten und Seen, München, 2025
Umfang: Konservierung und Restaurierung eines großformatigen Leinwanddeckengemäldes im historischen Kontext des Schlosses (Schlafzimmer des südlichen Appartements)
Herausforderung: Umgang mit großflächigen früheren Überarbeitungen (Kittungen, Übermalungen), die das Erscheinungsbild stark beeinflussten.

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Darstellung der Nymphe Flora aus der ersten Bauphase von Schloss Nymphenburg (1672-1676) von Joseph Werner
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Leinwandträger aus mehreren Bahnen, auf ovalem Holzrahmen gespannt
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Doublierleinwand als sekundäre Stütze
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Schichtaufbau: rote und graue Grundierung, darauf ölgebundene Malschicht, Firnisüberzug
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Malerei: dünn und fein vertrieben, pastose Partien bei Blüten und Tuchfalten, feine Lasuren in roten und grünen Stoffpartien
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Format: großflächiges Deckengemälde (4,60cm Höhe mal 3,70cm Breite) mit dekorativem Charakter
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Gemälde ist in die Deckenvertäfelung eingebaut, vergoldeter, geschnitzter Rahmen mit Obstschnitzereien
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Gewebeverletzungen: geöffnete Nähte, Risse, Löcher
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Gelockerte Bildschicht, kleinere Fehlstellen in der Malerei
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Oberflächenverschmutzung und Insektenexkremente
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Frühere Überarbeitungen:
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Kittungen, die über Fehlstellen hinausgehen
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großflächige Übermalungen mit deutlicher Farbabweichung
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Optische Störungen: Krepierungen, dunkle Flecken, Glanzunterschiede
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Verklebung und Stabilisierung der Gewebeverletzungen
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Festigung der gelockerten Bildschicht
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Abnahme störender Überkittungen und Übermalungen (mechanisch / lösemittelgestützt)
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Retusche: zunächst mit Gouachefarben, nach Firnisauftrag Ergänzungen mit Harzölfarben
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Ausgleich von Glanzunterschieden durch Firnisretusche
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Stabilisierung des Leinwandträgers und Sicherung der Bildschicht
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Freilegung der ursprünglichen Malerei durch Abnahme früherer Übermalungen
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Schließen von Fehlstellen und harmonische Einbindung durch Strichretusche
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Reduzierung optischer Störungen (Flecken, Glanzunterschiede)
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Wiedergewinnung eines geschlossenen und ästhetisch ausgewogenen Gesamteindrucks
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Vollständige Dokumentation für Nachvollziehbarkeit und Archivierung




































2024
Deckengemälde "Kybele"
im Schloss Nymphenburg
Auftraggeber: Verwaltung der bayerischen Schlösser, Gärten und Seen, München, 2024
Umfang: Konservierung und Restaurierung eines großformatigen Leinwandgemäldes im südlichen Appartement
Herausforderung: Vorangegangene Restaurierungen mit Doublierung, Überkittungen und Retuschen erforderten eine differenzierte Behandlung, um die originale Substanz und Farbtiefe zu sichern.

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Darstellung der Göttin Kybele aus der ersten Bauphase von Schloss Nymphenburg (1672-1676), Künstler unbekannt
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Leinwandgemälde auf Spannrahmen, in früherer Maßnahme mit Doublierleinwand hinterklebt
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Beide Leinwände bestehen jeweils aus einem Stück
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Bildträger: Textile Leinwand mit roter Grundierung
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Ölgebundene Malerei, dünn ausgeführt, einzelne Pastositäten bei Weißhöhungen und Puttenflügeln
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Kein durchgehender Oberflächenabschluss, nur Firnisreste vorhanden
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Gewebeverletzungen im Bildträger
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Lockerungen und zahlreiche Fehlstellen in der Malschicht
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Veränderungen durch frühere Restaurierungen:
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Lösemittelschäden, Abriebe, Verpressungen, Krepierungen
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Großflächige Kittungen und Retuschen
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Übermalungen und aufgesetzte Leinwand- und Papierflicken
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Firnisreste und unruhige Oberflächenwirkung
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Gewebereparaturen mit Faserbrei zur Stabilisierung
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Festigung und Planierung der Malschicht
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Abnahme alter Leinwand- und Papierflicken
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Reduzierung großflächiger Überkittungen und Abnahme von Firnisresten
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Kittung der Fehlstellen mit rot eingefärbter Kittmasse (Anpassung an die Grundierung)
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Retusche mit Gouache- und Harzölfarben zur Schließung des Erscheinungsbildes
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Abschluss mit aufgestrichenem Firnis
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Stabilisierung und langfristige Sicherung des Bildträgers
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Geschlossenes Erscheinungsbild durch differenzierte Kittung und Retusche
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Wiederherstellung der Farbtiefe und Ausdruckskraft
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Dokumentierte Vorgehensweise für Nachvollziehbarkeit und Transparenz




































Drei Zunfttafelgemälde:
Umfangreiche Restaurierung
Auftraggeber: Bayerisches Nationalmuseum, 2024
Umfang: Konservatorische und restauratorische Bearbeitung dreier Holztafelgemälde mit Rahmen und Flügeln
Herausforderung: Stark verworfenes Holz mit Ausfluglöchern, Wasserschaden sowie vergilbte Firnisse und Krepierungen in Malschicht und Firnis.



Zunfttafel der Nestler (1574)
Zunfttafel der Bäcker (1775)
Zunfttafel der Säckler & Gerber (1644)
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Drei Holztafelgemälde mit profilierten Rahmen, teils mit klappbaren Flügeln
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Zünfte: Bäcker (1775), Säckler & Gerber (1644), Nestler (1574)
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Mehrschichtige Grundierung, ölgebundene Malerei, transluszenter Überzug
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Gestaltung: klare Linien, wenig Schattierung, Wappen mit zeichnerischer Anlage
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Umrahmungen in Braun und Gold
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Maße: jeweils ca. Höhe: 75cm, Breite: 110cm, Tiefe 10cm
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Oberflächliche Verschmutzungen, Fehlstellen, Bestoßungen
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Schwund des hölzernen Trägers, sichtbar werdende Streifen im Randbereich
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Vergilbte Firnisse, erschwerte Lesbarkeit
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Stark verrostete Schrauben und Beschläge
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Wasserschaden an der Säckler- und Gerbertafel (Laufspuren, Krepierungen)
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Starke Verwerfung und Wurmfraß an der Nestlertafel
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Wässrige Reinigung zur Abnahme von Schmutzschichten
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Konsolidierung gelockerter Partien
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Abnahme und Reduzierung vergilbter Firnisse
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Entrostung von Metallbeschlägen, Schutzüberzug mit Mikrokristallwachs
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Regeneration von Krepierungen mit Lösemittel (Säckler & Gerber)
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Stabilisierung des geschädigten Holzes durch Kunstharzeintrag (Nestler)
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Retusche und farbliche Angleichung von Fehlstellen mit Aquarellfarben
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Auftrag neuer Schutzüberzüge
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Verbesserung der Lesbarkeit der Darstellungen
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Sicherung des Bestands und Stabilisierung der Holzkonstruktion
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Schutz vor erneutem Rost und Schädlingsbefall
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Erhalt der historischen Substanz trotz Schadensbildern
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Dokumentierte Maßnahmen zur langfristigen Nachvollziehbarkeit










































2023
Supraportengemälde
im Schloss Nymphenburg
Auftraggeber: Verwaltung der bayerischen Schlösser, Gärten und Seen, München, 2024
Umfang: Konservierung und Restaurierung von vier Leinwandgemälden aus dem Schlafzimmer des südlichen Appartement in Schloss Nymphenburg
Herausforderung: Die besondere Herausforderung lag in den historisch bedingten Formatveränderungen, den umfangreichen Gewebeschäden mit älteren Flicken sowie dem stark vergilbten und geschädigten Firnissystem.




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Vier Leinwandgemälde (Supraporten)
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Herkunft: Schlafzimmer des südlichen Appartements, Schloss Nymphenburg
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Aufspannung auf nicht keilbaren Holzrahmen
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Fein vertriebene, detailreiche Malerei
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Technik: Ölmalerei, Rote Grundierung
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Aufbau: Leinwandträger, Starre Holzrahmen ohne Keilmechanismus
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Formatveränderungen durch Erweiterungen mit angenagelten und bemalten Holzleisten (1765), in unterschiedlichem Ausmaß
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Gewebeschäden mit großformatigen, älteren Flicken
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Sichtbares Abzeichnen der Flicken als eckige Formen auf der Vorderseite
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Abrieb der Malschicht in einzelnen Bereichen
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Stark bräunlich vergilbter Firnis
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Krepiertes Firnissystem mit wischenden Spuren
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Oberflächenverschmutzung durch im Firnis gebundene Schmutzpartikel
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Entfernung sämtlicher Alt-Flicken
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Planierung der geschädigten Leinwandbereiche
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Schließung der Gewebeschäden mittels Einzelfadenverklebung
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Abnahme des stark vergilbten Firnisses
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Auftrag eines neuen, geeigneten Firnisses
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Abnahme farblich unpassender Altretuschen und Altkittungen
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Neuverkitten der Fehlstellen in farblicher Anpassung
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Retusche der behandelten Bereiche unter Berücksichtigung des originalen Erscheinungsbildes
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Stabilisierung des Leinwandträgers durch fachgerechte Schließung der Gewebeschäden
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Wiederherstellung einer ruhigen, homogenen Bildoberfläche
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Verbesserung der Lesbarkeit der Malerei durch Entfernung des vergilbten Firnisses
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Farblich stimmige Integration ehemaliger Schadstellen durch präzise Kittung und Retusche







































Doppelflügeltür in Lacca Povera Technik
Auftraggeber: Schule Schloss Stein, Stein an der Traun, 2023
Umfang: Konservierung und Restaurierung einer historischen Doppelflügeltür mit komplexem Materialgefüge
Herausforderung: Behandlung unterschiedlicher Materialien wie Kreidegrundierung, Kupferstiche, transparente Harzüberzüge und Versilberungen bei stark beschädigten Oberflächen und überarbeiteten Fehlstellen.



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Mehrschichtiger Fassungsaufbau mit Kreidegrundierung und proteinhaltiger Ocker-/Auripigmentpassung
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Partiell colorierte, verklebte Kupferstiche
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Transparenter Überzug aus Copalharz, Elemi und Lärchenterpentin
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Profilleisten mit Versilberung
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Flächendeckender grauer Schmutzbelag
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Schmutzkanten an Schlagleisten und in Bodennähe
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Zahlreiche grundierungssichtige Stellen und Lackfehlstellen
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Kupferstiche gelöst, hohlliegend oder mit Blasenbildung
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Korrodierte Versilberung, teilweise locker oder mit Fehlstellen
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Überarbeitete Fehlstellen mit verfärbtem Lack
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Fachgerechte Sicherung des spröden, wasserempfindlichen Papiers der Kupferstiche
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Reinigung und Festigung von Mal- und Lackschichten
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Ergänzende Retuschen zur optischen Integration
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Klärung und Harmonisierung der Gesamterscheinung
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Herausarbeitung feiner Farbabstufungen und originaler Details
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Sicherung der unterschiedlichen Materialien mit hoher Präzision
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Langfristige Konservierung und Wahrung der Originalsubstanz






























2022
"Passionsszenen" von Wolf Huber, BNM
Auftraggeber: Bayerisches Nationalmuseum, 2022
Umfang: Konservierung und Restaurierung eines großformatigen mittelalterlichen Holztafelgemäldes
Herausforderung: Komplexe Schadensbilder der Malschicht entlang der Brettfugen sowie im Umgang mit früheren Eingriffen wie Parkettierung, Altkittungen und Altretuschen.

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Mittelalterliches Holztafelgemälde „Passionsszenen“ von Wolf Huber
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Maße: 148 × 314 cm
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Besonderheiten des Objekts
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Dreiteiliger Holzträger mit horizontal verlaufenden Brettern
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Spätere konstruktive Eingriffe am Träger
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Technik: Leim-Kreide-Grundierung, Ölmalerei
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Aufbau: Drei Fichtenholzbretter, in späterer Maßnahme gedünnt und parkettiert
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Lockerungen der Malschicht entlang der unteren Brettkante und der Brettfugen
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Hohlliegende Altkittungen
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Dachförmige Malschichtablösungen
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Vereinzelte Verluste des Malschichtpakets
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Zahlreiche unpassende Kittungen und optisch nicht mehr integrierte Altretuschen
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Leichte Oberflächenverschmutzung
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Unregelmäßiger Firnisglanz
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Mehrstufige Festigung der Malschicht in mehreren Festigungszyklen
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Einsatz von Störleim unter Wärmeeinwirkung über Craquelérisse
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Hinterspritzen von Hohlstellen mit geeigneten Füllstoffen
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Sicherung der gelockerten Malschichtbereiche
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Klärung und Überarbeitung unpassender Altretuschen
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Ergänzende Kittungen und Retuschen im Rahmen pflegender Maßnahmen
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Abfrottieren, Regenerieren und partielle Ergänzung des Firnisses zur Glanzvereinheitlichung
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Nachhaltige Festigung und Sicherung der Malschicht
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Stabilisierung kritischer Bereiche entlang der Brettfugen
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Verbesserung der optischen Integration durch angepasste Kittungen und Retuschen
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Vereinheitlichung des Firnisglanzes bei Erhalt der originalen Oberflächenwirkung
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Fachgerechte Umsetzung aller Maßnahmen mit hoher handwerklicher Präzision
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Dokumentation des Zustands und der durchgeführten Arbeiten durch Detailaufnahmen und Vorher-Nachher-Bilder mit erläuternden Bildunterschriften
































Rahmen eines barocken Stangenbildes
Auftraggeber: Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt Tuntenhausen, 2022
Umfang: Konservierung und Restaurierung eines gefassten Vortragerahmens
Herausforderung: Die besondere Herausforderung bestand in der gleichzeitigen statischen Sicherung der instabilen Rahmenkonstruktion mit spannungsreicher, aufrollender Fassung sowie in der objektschonenden Wiedereinbindung des beidseitig bemalten Leinwandgemäldes ohne vorhandenen Umspannrand.
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Gefasster Vortragerahmen eines barocken Stangenbildes
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Maße: 216 × 150 cm
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Besonderheiten des Objekts
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Dreidimensional ausgearbeitete Rahmenelemente
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Kombination unterschiedlicher Holzarten und Fassungsbereiche
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Technik: Polychrome, proteingebundene Fassung, Teilvergoldung
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Aufbau: Trägerkonstruktion aus Nadelholz in Schichtholz, Aufgesetzte dreidimensionale Formen aus Lindenholz
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Instabile und nicht tragfähige Rahmenkonstruktion
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Locker sitzende und unsachgemäß reparierte Holzverbindungen
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Aufrollende, spannungsreiche Fassung
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Notwendigkeit der erneuten stabilen Befestigung eines beidseitig bemalten Leinwandgemäldes
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Fehlender Umspannrand des Gemäldes
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Stabilisierung der Eckverbindungen und vorhandener Bruchstellen
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Entfernung älterer Reparaturversuche, insbesondere zahlreicher korrodierter Eisennägel
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Ergänzung der Verbindungsflächen
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Neuverleimung und Sicherung der Konstruktion mittels Holznägeln
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Ergänzung von Holzfehlstellen
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Festigung der Malschicht
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Retuschen an grundierungssichtigen Bereichen sowie zur Klärung von Darstellung und Konturen
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Wiedereinbringung des angeränderten Leinwandgemäldes im schmalen Falz ohne Umspannrand
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Wiederherstellung der statischen Tragfähigkeit und Stabilität der Rahmenkonstruktion
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Nachhaltige Sicherung der originalen Holzsubstanz und Fassungsbereiche
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Optische Beruhigung und verbesserte Lesbarkeit der Fassung durch gezielte Retuschen
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Fachgerechte und objektschonende Befestigung des beidseitig bemalten Leinwandgemäldes
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Umsetzung aller Maßnahmen mit hoher handwerklicher Präzision und restauratorischer Sorgfalt
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Dokumentation der Maßnahmen durch Vorher-Nachher-Aufnahmen und Detailfotografien mit erläuternden Bildunterschriften




































Kreuzweg Pöcking: Ölmalerei auf Kupfertafeln
Auftraggeber: Stadt München, 2022
Umfang: Konservierung und Restaurierung von 14 Kreuzwegstationen auf Kupfertafeln sowie die Neuverglasung der hölzernen Schreine im Außenbereich
Herausforderung: Die besondere Herausforderung bestand in der Sicherung stark geschädigter, sonnenexponierter Malschichten auf Kupferträgern bei gleichzeitiger Verbesserung des klimatischen Schutzes und der visuellen Wahrnehmbarkeit der Gemälde im Außenraum.



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Kreuzweg mit 14 Stationen
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Standort: Kalvarienberg in Possenhofen/Pöcking
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Künstler: Johannes Matthaeus Koelz, 1937
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Präsentation in verglasten Schreinen aus Eichenholz
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Besonderheiten des Objekts
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Dauerhafte Aufstellung im Außenbereich
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Unterschiedlich starke Sonneneinstrahlung je nach Ausrichtung der Stationen
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Technik
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Ölmalerei auf Kupfertafeln
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Dünnschichtige Malerei ohne Grundierung
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Freigelassener Nimbus Christi durch Sichtbarkeit des Kupfers
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Aufbau: Kupfertafeln als Bildträger, eingesetzt in verglaste Schreine aus Eichenholz
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Starke Malschichtverluste und Ablösungen in hellen Bereichen der sonnenzugewandten Stationen
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Allgemeine Verschmutzung des Innenraums der Schreine
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Eingeschränkte Sichtbarkeit der Darstellungen durch spiegelnde Verglasung
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Schädigung der Malschicht vermutlich durch Hitzeeinwirkung infolge intensiver Sonneneinstrahlung
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Reinigung der Kupfertafelgemälde
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Festigung der Malschicht
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Retusche geschädigter Bereiche
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Flexibilisierung und Niederlegung der Malschicht mittels Wärmeeinwirkung
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Konstruktive Ertüchtigung der Schreine durch Ausspänen der rückseitigen Fugen
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Maßnahmen zur Reduktion des Eindringens von Wasser und Schädlingen
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Entfernung gealterter und unpassender Wachskittungen an den Schreinen
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Ersatz der Wachskittungen durch eingetöntes Eichenholzfurnier
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Neuverglasung mit UV- und zusätzlichem IR-Schutz
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Einsatz entspiegelter Verglasung zur Verbesserung der Sichtbarkeit
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Stabilisierung und langfristige Sicherung der Malschicht
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Deutliche Reduzierung weiterer hitze- und lichtbedingter Schädigungsrisiken
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Konstruktiv verbesserter Schutz der Objekte vor Feuchtigkeit und Schädlingsbefall
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Erhöhte Lesbarkeit und Sichtbarkeit der Darstellungen durch entspiegelte Verglasung




































Zwei Altarleuchter aus der Barockzeit
Auftraggeber: Privatperson, 2022
Umfang: Konservierung und Restaurierung zweier kleinformatiger, versilberter Holzleuchter mit dem Ziel der Sicherung der Fassung und der optischen Beruhigung der Oberflächen
Herausforderung: Die besondere Herausforderung bestand im substanzschonenden Umgang mit einer stark beanspruchten Polimentversilberung, bei der Gebrauchsspuren, Fehlstellen und korrosionsgefährdete Silberauflagen konservatorisch gesichert und differenziert retuschiert werden mussten.



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Zwei Altarleuchter aus der Barockzeit
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Maße je Leuchter: ca. 35 × 15 cm
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Besonderheiten des Objekts
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Fein geschnitzte Holzoberflächen mit stark profilierter Form
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Kombination von Holz- und Metallelementen
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Technik
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Polimentversilberung
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Mehrschichtiger Kreidegrund
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Rote Polimentschicht
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Blattmetallauflage
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Überzug mit UV-gelblich fluoreszierendem Lack
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Aufbau
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Trägermaterial: geschnitztes Lindenholz
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Aufsatzteller und Dorn aus Metall, vermutlich Kupfer
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Strukturell stabile Holzsubstanz
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Stark beanspruchte Fassung mit deutlichen Gebrauchsspuren
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Partielle Lockerungen der Fassung
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Holzsichtige Fehlstellen insbesondere an exponierten Höhen der Schnitzerei
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Vereinzelt vorhandene Altretuschen mit Perlglanzpigmenten
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Wachstropfen und Wachsspritzer auf der Oberfläche
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Leicht festliegende Schmutzschicht auf dem gesamten Objekt
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Partiell durchgeriebener Überzug
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Festigung der gelockerten Fassungsbereiche
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Oberflächenreinigung
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Entfernung von Wachsresten
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Schließung der Fehlstellen mit Leim-Kreidekitt
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Retusche der Fehlstellen mit Pudersilber und Gouachefarben
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Auftrag eines transparenten Schutzüberzugs zur Sicherung freiliegender Silberpartikel und Blattmetallauflagen vor Korrosion
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Stabilisierung und Sicherung der originalen Fassung
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Reduktion störender Gebrauchsspuren bei Erhalt des historischen Charakters
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Geschlossene und optisch beruhigte Fehlstellen
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Verbesserte Gesamtwirkung der versilberten Oberflächen
































2021
Zwei Ahnenportraits
Auftraggeber: Privatperson, 2021
Umfang: Konservierung und Restaurierung zweier ölmalerischer Leinwandgemälde mit dem Ziel der Schadensbehebung, Oberflächenklärung und langfristigen Stabilisierung
Herausforderung: Die besondere Herausforderung bestand im Umgang mit umfangreichen strukturellen Schäden und stark verfärbten Altretuschen aus einer früheren Restaurierung bei gleichzeitiger substanzschonender Reinigung empfindlicher Malschichten.


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Zwei Ahnenporträts
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Gemäldeausführung: Öl auf Leinwand
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Besonderheiten des Objekts
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Vorangegangene Restaurierungsmaßnahmen mit rückseitigen Flicken
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Großzügige vorderseitige Überarbeitungen früherer Fehlstellen
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Technik: Ölmalerei auf Leinwand
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Aufbau: Leinwandträger, Malschicht, Firnis
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Druckstellen und Löcher in den Leinwänden
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Lockerungen der Malschicht
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Stark verfärbte Altretuschen
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Grünlich-gelbliche, festliegende Schmutzschicht auf dem Herrenporträt, vermutlich nikotinhaltig
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Optisch stark beeinträchtigte Gesamtwirkung der Darstellungen
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Behebung der strukturellen Schäden an den Leinwänden
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Planierung von Dellen
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Oberflächenreinigung der Gemälde
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Entfernung stark verfärbter Altretuschen
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Abnahme der dicken Schmutzschicht
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Ergänzung des darunterliegenden Firnisses
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Schließung der Fehlstellen mittels Einzelfadenrissverklebung
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Stabilisierung der Leinwände und der Malschicht
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Deutlich geklärte und geschützte Bildoberflächen
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Sichtbare Verbesserung der Lesbarkeit und Tiefenwirkung der Darstellungen
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Fachgerechte Entfernung störender früherer Überarbeitungen
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Substanzschonende und handwerklich präzise Umsetzung aller Maßnahmen
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Dokumentation des Zustands sowie der Restaurierungsschritte durch Vorher-Nachher-Aufnahmen und Detailfotografien mit erläuternden Bildunterschriften
































Das Prozessionskreuz aus Unterföhring
Auftraggeber: Katholische Kirchenstiftung St. Valentin, 2021
Umfang: Konservierung und Restaurierung einer vollplastisch gefassten Holzskulptur mit konstruktiven Eingriffen am Kreuz sowie Maßnahmen an Bildträger und Fassung
Herausforderung: Die besondere Herausforderung bestand in der spannungsarmen Neuherstellung der Befestigung der Skulptur am Kreuz bei gleichzeitiger Sicherung gelöster Ansatzstellen und instabiler Fassungsbereiche.
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Prozessionskreuz mit vollplastisch ausgearbeitetem gekreuzigtem Christus
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Dreinageltypus
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Bildträger vermutlich Lindenholz
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Inkarnatfassung des Körpers
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Vergoldetes Lendentuch mit ruhig gelegten Falten
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Gemalte Blutspritzer auf der Haut
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Angesetzte Zehen, Arme und Strahlen
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Mehrfach veränderte Befestigung der Skulptur am Kreuz
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Spannung an den Ansatzstellen der Arme mit partiellen Ablösungen
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Aufgespaltener Kreuzbalken
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Fehlender Nagel
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Lockerungen der Fassung
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Zahlreiche kleine Fehlstellen in der Fassung
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Abnahme der Skulptur vom Kreuz
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Entfernung unsachgemäßer Befestigungen (Plastikdübel)
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Ausspänen der zahlreichen Löcher im Kreuz zur Vorbereitung einer spannungsarmen Befestigung
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Wiederbefestigung der Skulptur mit Holznägeln
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Verlängerung der Holznägel
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Verleimung gelöster Teile
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Ausspänen der Übergänge mit Balsaholz
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Fassungsfestigung
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Kittung und Retusche der Fehlstellen
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Konstruktiv stabile und spannungsarme Befestigung der Skulptur am Kreuz
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Sicherung der Ansatzstellen und Wiederherstellung des geschlossenen Erscheinungsbildes
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Gefestigte Fassung mit geschlossenen und retuschierten Fehlstellen
































Gemälde mit Eisbär
Auftraggeber: Privatperson, 2021
Umfang: Konservierung und Restaurierung eines Leinwandgemäldes mit strukturellen Schäden am Bildträger sowie alters- und nutzungsbedingten Veränderungen von Malschicht und Firnis
Herausforderung: Die Herausforderung bestand in der Sicherung und Schließung der Durchstoßungen bei gleichzeitiger Festigung der gelockerten Malschicht sowie in der Abnahme einer stark verfärbten, mit der Oberflächenverschmutzung verbundenen Firnisschicht.

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Leinwandgemälde mit der Darstellung eines Eisbären
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Gemalt um 1900
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Künstler: Wilhelm Kuhnert
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Pastose Ölmalerei
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Industriell vorgrundierte Leinwand als Bildträger
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Mehrere Durchstoßungen der Leinwand
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Partiell gelockerte Malschicht
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Starke gelblich-braune Oberflächenverschmutzung
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Verbräunter Firnis, der sich mit der Verschmutzung verbunden hatte
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Planierung der Risse
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Schließung der Durchstoßungen mittels Einzelfadenverklebung
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Festigung der gelockerten Malschicht
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Kittung der Fehlstellen unter Berücksichtigung des stark ausgeprägten Pinselduktus
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Retusche der gekitteten Bereiche
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Abnahme des verfärbten Firnisses
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Auftrag eines dünnen Naturharzfirnisses zum Schutz der Malschicht
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Stabilisierung des Bildträgers durch fachgerechte Schließung der Durchstoßungen
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Gefestigte und geschlossen dargestellte Malschicht unter Erhalt des charakteristischen Pinselduktus
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Deutlich geklärte Oberflächenwirkung nach Abnahme von Verschmutzung und Firnis
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Geschützte Malschicht durch einen neu aufgetragenen Naturharzfirnis, dokumentiert durch Vorher-Nachher-Abbildungen und Detailaufnahmen
































Hochaltar zu Schalkhausen
Auftraggeber: Hauptauftragnehmerin Dipl. Rest. Anne Steiner, 2021
Umfang: Mitarbeit an Restaurierungsmaßnahmen des Hochaltars - Retuschearbeiten an den Malerei- und Fassungspartien von Holztafeln, geschnitzten Holzskulpturen und Reliefs des Hochaltars, inklusive zahlreicher vergoldeter Verzierungen
Herausforderung: Die besondere Herausforderung bestand darin, unterschiedlich behandelte Altrestaurierungen mit verschiedenen Festigungsmitteln optisch zu vereinheitlichen, ohne die ursprüngliche Materialsubstanz zu beeinträchtigen.


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Hochaltar mit Holztafelgemälden, geschnitzten Holzskulpturen und Reliefs
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Malerei nach Vorlagen von Albrecht Dürrer und Albrecht Altdorfer
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Zahlreiche vergoldete Verzierungen
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Malerei und Fassung in Öl
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Unterschiedliche Fassungsschichten aus historischen Restaurierungen
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Zahlreiche frühere Restaurierungen mit divergierenden Festigungsmitteln (Ponalmilch, Wachs, Kolophonium, Lascaux 550TB, Wachs/Harz)
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Unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheiten erschwerten die Retuschearbeit
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Fleckigkeit und visuelle Uneinheitlichkeit durch Schäden und alte Eingriffe
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Sichtanalyse der verschiedenen Fassungsschichten
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Anpassung der Retuschen an die Umgebung der Fassung
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Strichelnde Retuschen mit mattem oder leicht glänzendem Finish zur Harmonisierung der Oberfläche
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Sorgfältige Integration ohne Beeinträchtigung der originalen Substanz
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Optische Beruhigung der Gesamtwirkung des Hochaltars
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Harmonisierung der Fleckigkeit und Reduzierung von störenden Farbunterschieden
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Retuschen dokumentiert und nachvollziehbar, Detailaufnahmen zeigen den Vergleich Vorher-Nachher






























2018-2020
Reliquienschrein: Haupt der heiligen Johanna
Auftraggeber: Projekt im wissenschaftlichen Volontariat (BLfD), 2020
Umfang: Konservierung und Restaurierung eines gefassten barocken Reliquienschreins zur Präsentation eines Schädelreliquiars, inklusive Sicherung der Fassung, Retusche und Ergänzung konstruktiver Bauteile
Herausforderung: Die besondere Herausforderung bestand darin, die stark gelockerte, verschmutzte und durch Blattsilberverluste sowie Lüsterverschwärzungen verfälschte Fassung zu stabilisieren und optisch zu harmonisieren, ohne den ursprünglichen barocken Charakter zu verändern.

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Barocker Reliquienschrein aus Holz
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Aufwendig geschnitztes Zierwerk
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Fassung mit Blattmetallauflagen und Lüsterfassung
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Nutzung zur Präsentation eines Schädelreliquiars
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Starke Lockerung der gesamten Fassung
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Oberflächenverschmutzungen
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Holzsichtige, grundierungssichtige, bolussichtige und beriebene Fehlstellen
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Blattsilberauflagen sowohl ohne als auch mit Lüster irreversibel verschwärzt
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Ursprünglicher Farbeindruck der Oberflächen stark verändert
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Ergänzung konstruktiver Teile wie Rückwand und Glasscheibe
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Wiederverleimung loser Bauteile
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Festigung der Fassung
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Retuschen in neutral eintönender, mehrschichtiger Strichtechnik zur Harmonisierung der Oberfläche
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Sorgfältige Anpassung an originale Oberflächenstruktur und -materialien
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Stabiler Gesamtzustand des Schreins
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Optisch beruhigte und harmonisierte Oberfläche
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Retuschen lenken den Blick der Betrachtenden nicht von ursprünglicher Formgebung ab
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Architektonische Gliederung und geschnitztes Zierwerk sind wieder klar nachvollziehbar






















